Die Schaubergers: Wasserforschung mit Zukunft

„Natur kapieren, dann kopieren!“ Dieser Leitsatz inspirierte den Forscher und Erfinder Viktor Schauberger. Sein Enkel Jörg will das Wissen weithin zugänglich machen. Im Interview mit multikosmos erzählt er über sein Erbe und zukünftige Projekte.

Ihr Großvater Viktor Schauberger hat sich einen Namen mit seinen Forschungen und Ideen zur alter- nativen Energiegewinnung – und besonders zur Nutzung von Wasserdynamiken – gemacht. Ihr Vater Walter hat sich dem Erbe seines Vaters verschrieben. Wie halten Sie es mit der Forschertradition?

Jörg Schauberger: Dadurch, dass ich mit den unkonventionellen Ansichten meiner Vorväter aufgewachsen bin, war mir klar, dass jedem, der diese ungewöhnlichen Thesen vertritt, eine Welle der „strukturellen Ignoranz“ entgegenschwappt. Dennoch faszinierte und fasziniert mich der Weitblick meines Großvaters und meines Vaters. Nachdem ich selbst ein natur- wissenschaftliches Universitätsstudium abgeschlossen habe, daneben und danach hauptberuflich über zwei Jahrzehnte als Journalist im ORF tätig war, ist es deshalb nun mein Ziel, ein weithin erkennbares und möglichst unerschütterliches Wissensgebäude zu er- richten, das mithilft, die in Insiderkreisen sogenannte „Schaubergerei“ möglichst vielen zugänglich zu machen und auch in Wissenschaftlerkreisen zu etablieren. Meine Arbeit stelle ich also auf drei Säulen: die Schauberger-Erkenntnisse, traditionelle Wissenschaft und zeitgemäße Kommunikation.

Wie sieht es mit der Anwendungsbreite einer Schau- berger-Natur-Technik aus?

Jörg Schauberger: Viele Konsumenten schwören
im Haushalt auf eingewirbeltes Wasser nach Schauberger – sei es als Trink- oder Duschwasser. Auch Bierbrauer, Bäcker oder Betreiber von Kunsteisbahnen wirbeln das Wasser vor der jeweiligen Anwendung ein. Im großen Maßstab werden mittlerweile zudem Flüsse unter Berücksichtigung von Viktor Schaubergers Leitsatz reguliert: also nicht vom Ufer aus, sondern durch Einbauten im Fluss selbst, um die Energie in die Flussmitte zu lenken und damit die Ufer zu entlasten. Der steirische Flussbaumeister Otmar Grober beispielsweise verwirklicht Hochwasserschutz weitgehend ohne Uferregulierung. In der Forst- und Landwirtschaft werden die Erkenntnisse ebenfalls eingesetzt. So konnte mein Großvater schon vor mehr als einem halben Jahrhundert nachweisen, dass Acker- und Gartengeräte, bei denen eine Kupferlegierung verwendet wird, einen Mehrertrag bringen und gesündere Pflanzen bewirken als die üblicherweise verwendeten Werkzeuge aus Eisen und Stahl.
Weitere Anwendungsgebiete umfassen neuartige Maschinen- und Antriebskonzepte, die allerdings noch gründlicher Forschungen bedürfen – Stichwort Implosionsmotor.

heartbeat_multikosmos-00003_die-schaubergers-wasserforschung-mit-zukunft_layout

Auf welchen Prinzipien basiert der angesprochene Wasserverwirbler?


Jörg Schauberger: Die Einwirbelung des Wassers sehen viele als eine einfache Methode, Wasser zu „beleben“. Als Beispiel sei der seit rund drei Jahrzehnten am Markt befindliche und tausendfach bewährte Martin-Wasserwirbler genannt. Eine einfache Vorrichtung, die an den Wasserhahn geschraubt wird und durch die das Wasser in eine einrollende Wirbelbewegung versetzt wird. Die einrollende Bewegung mit einem stark zentripetalen Aspekt dient dem Aufbau von „höherer“ Ordnung und dem Einbau von Energie, Sauerstoff oder sonstigen Stoffen, je nach Wunsch. Vielen schmeckt derartig natürlich und ohne geheimnisvollen Hokuspokus behandeltes Wasser einfach besser, es erquickt Mensch, Tier oder Pflanze. Beim Duschen fühlt sich das Wasser viel weicher an.

Was hat es mit der Eiform als grundlegender energetischer Form auf sich, die ja sogar der österreichische Weinbauer Werner Michlits verwendet?


Jörg Schauberger: Die Natur hat sich für das Ei und nicht für die Kugel entschieden, besonders dann, wenn es um Reifung und Fortpflanzung geht. Die Eikurve repräsentiert die ständige Veränderung bei gleich- zeitiger Beständigkeit. Eiförmige Reaktionskammern eignen sich hervorragend für gewisse chemische und physikalische Prozesse. In geometrisch anders geformten Gefäßen durchgeführt, erforderten sie einen Mehraufwand bei den chemischen Zusätzen, beim Technik- und beim Energieeinsatz. Zum Beispiel Amphoren: Durch die Poren des eiförmigen Tongefäßes kann Feuchtigkeit nach außen dringen, die eintretende Verdunstungskälte hält das Gefäß kühl, die direkt an der Innenwand befindlichen Flüssigkeitsschichten werden ebenfalls etwas kühler, damit schwerer, und sinken ab. Dadurch entsteht eine Zirkulation. Bei den eiförmigen Weinfässern aus Beton gelangt Sauerstoff durch unzählige feine Poren in den Wein.

In welchen Bereichen sehen Sie das Erbe Ihres Großvaters zukünftig? Werden sich neue Anwendungsfelder auftun und, wenn ja, wo?


Jörg Schauberger: Eine große Rolle könnte schon bald die Einspeicherung von CO2 in Wasser mit Schauberger’schen Wirbeltechniken spielen. Mein Großvater dachte die Umwandlung von Meerwasser in Süßwasser an. Ganz allgemein ist die filterlose Abtrennung von Schadstoffen aus dem Wasser ein Thema. Ebenso die Energiegewinnung ohne Ressourcenvergeudung sowie revolutionäre neue Antriebs- und Auftriebsaggregate. Letzteres würde auch in der Flugzeugtechnik und Weltraumfahrt völlig neue Möglichkeiten eröffnen. Und dann gibt es ein unerwartetes Forschungsfeld: die Kardiologie. Viktor Schaubergers Überzeugung, dass das Herz keine Pumpe im herkömmlichen Sinn ist, sondern Wirbelphänomene das Blut zum Zirkulieren bringen, können auch Herzspezialisten der Mayo-Kliniken in den USA einiges abgewinnen. Mein Großvater hat also einiges ins Fließen gebracht und mein Ziel ist es, dazu beizutragen, dass seine Erkenntnisse umgesetzt werden und möglicherweise zu einer Verbesserung unserer Situation auf diesem Planeten beitragen.♥


Magazin / Titel: multikosmos – Die Welt der effektiven Mikroorganismen
Ausgabe:
00003 / Wahrheit / Februar 2010
Kunde: Multikraft Produktions- und HandelsgmbH
Chefredaktion: Katja Greco
Stellv. Chefredaktion: Claudia Eipeldauer
Art Direction & Layout: d.signwerk Emotional Brand Building
Text: Eva Kaiserseder
Foto: Andreas Hofer
Lektorat: Ewald Schreiber